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Schottische Hochlandrinder sind sehr genügsame und robuste Rinder. Sie können ganzjährig draußen gehalten werden und begnügen sich auch mit ertragsarmen Weiden. Sie stammen aus dem Nordwesten Schottlands, wo sie seit Jahrhunderten durch natürliche Selektion die ihr zugeschriebenen Eigenschaften entwickelt haben – das Hochlandrind gilt als gutmütig, robust und langlebig, es eignet sich für die ganzjährige Freilandhaltung (Mutterkuhhaltung), kalbt leicht und ohne menschliche Hilfe. Hochlandrinder werden ca. 20 Jahre alt und können im Laufe ihres Lebens bis zu 17 Kälber bekommen.
Im schottischen Hochland herrschen raue Klimabedingungen. Viele Niederschläge, ständiger Wind und Stürme, kalte, nasse Winter und Sommer, die wenig ergiebige Weiden hervorbringen. Nur robuste, gutmütige und langlebige Rinder kamen mit diesen Verhältnissen zurecht und so züchteten schottische Bauern die schottischen Hochlandrinder. Sie dienten ihnen vor allem als Lieferanten für Fleisch und Milch, aber auch als Zugtier. Dank ihres langen und sehr dicken Fells können weder Regen noch Schnee den Tieren etwas anhaben. Sie sind absolut winterfest.
Ursprünglich gab es zwei Rassen, die normalerweise schwarze und etwas kleinere Kyloe, die auf den Inseln des nordwestlichen Schottland lebte, sowie eine eher rötliche und etwas größere Rasse aus den abgelegenen Highlands. Durch Züchtung wurden beide Arten eins und erlangten die heute vorherrschende rot-braune Färbung. Die offiziellen Bezeichnungen des Farbspektrums des langhaarigen Fells sind: rot, gelb und schwarz sowie – seltener vorkommend – gestromt (brindle), graubraun (dun) und weiß.
Die langen und möglichst symmetrischen Hörner sind in der Regel geschlechtsspezifisch unterschiedlich geformt. Bei Bullen haben sie idealerweise eine kräftige, waagerecht nach vorne gebogene Form. Bei den Kühen sind die Hörner meist deutlich länger und weit ausladend nach oben gebogen.
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